Schlagwort: Kultur

Stärkung der Laienchöre

Der Chor „Friedrich Wolf“ bei einem Auftritt

 

Das oft nur als musikalisches Randgeschehen wahrgenommene Chorsingen in unserer, durch Hochkultur geprägten Stadt, an diesem Abend in Dresdner Kulturpalast stand es im Mittelpunkt.

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Klepsch: Liegenschaftsamt muss Tonne-Kündigung zurücknehmen 

09. Juli 2015  DIE LINKE im Stadtrat

Zu heutigen Medienberichten, wonach das Liegenschaftsamt den Veranstaltern des Jazzclubs Tonne zum 31. August 2015 gekündigt hat, erklärt LINKE-Stadträtin Annekatrin Klepsch, Mitglied im Ausschuss für Kultur: 

“Anstatt sich für das dreijährige Aussitzen der Mängel am Dach des Jazzclubs Tonne im Kulturrathaus zu entschuldigen und sofort Abhilfe zu schaffen, geht das Liegenschaftsamt den scheinbar einfachsten Weg und schickt die Kündigung. Da ist stil- und kulturlos zugleich! Dem Kulturamt und dem neu gewählten Oberbürgermeister Dirk Hilbert ist für ihre Unterstützung des traditionsreichen Jazzclubs ausdrücklich zu danken! 

Ich fordere das Liegenschaftsamt auf, die Kündigung zurückzunehmen und  dem Stadtrat einen Maßnahmeplan zur Abstellung der Mängel vorzulegen.” 

Wechsel von Wilfried Schulz ist kultureller Verlust für Dresden und das Staatsschauspiel

14. November 2014  DIE LINKE im Sächsischen Landtag

Zum Wechsel von Staatsschauspiel-Intendant Wilfried Schulz 2016 an das Schauspielhaus Düsseldorf erklärt die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag und Dresdner Abgeordnete Annekatrin Klepsch, Mitglied des Sächsischen Kultursenates:

Der Weggang von Wilfried Schulz nach Düsseldorf bedeutet für die sächsische Theaterlandschaft und insbesondere die Landeshauptstadt Dresden einen herben Verlust. Unter seiner Intendanz blühte das Dresdner Staatsschauspiel wieder auf und erhielt wesentliche künstlerische Impulse. Das Hineinwirken des Ensembles mit der Bürgerbühne in die Stadtgesellschaft hinein, das künstlerische Betreten neuer Räume mit dem Landschaftstheater in der Sächsischen Schweiz und auch die öffentliche Unterstützung der friedlichen Anti-Nazi-Proteste rund um den 13. Februar sind das Verdienst von Wilfried Schulz.

Seine Entscheidung, nach sieben Jahren Dresden neue künstlerische Herausforderungen zu suchen, ist zu akzeptieren und nachvollziehbar. Jedoch wird es für die neue sächsische Kunstministerin Eva-Maria Stange eine große Herausforderung, eine Persönlichkeit zu finden, die die großen Fußstapfen ausfüllen kann, die Wilfried Schulz hinterlassen wird.

Zum Artikel in der Rheinischen Post…

Kulturhaushaltentwurf gefährdet künstlerische Arbeit

05. November 2014  DIE LINKE im Stadtrat

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(Foto: DynaMoToR)

In der ersten Beratung des neuen Kulturausschusses nach der Kommunalwahl am 4. November wurde unter anderem der Haushaltsentwurf der Verwaltung für den Kulturbereich in den Jahren 2015/2016 in Anwesenheit der IntendantInnen der städtischen Einrichtungen vorgestellt.

Zur gestrigen Beratung des Ausschusses erklärt LINKE-Stadträtin Annekatrin Klepsch, Mitglied im Kulturausschuss:

„Gemessen daran, dass OB Helma Orosz Dresden als Kunst- und Kulturstadt laut ihrer Vision „Dresden 2025“ in einer Spitzenposition sehen möchte, weist der Haushaltsentwurf in die falsche Richtung und entzieht einigen Kultureinrichtungen die künstlerische Arbeitsgrundlage. Bereits mit der Sachkostenkürzung im Jahr 2013 wurden alle städtischen Kultureinrichtungen auf Diät gesetzt. Diese Hungerkur für die großen Dresdner Kulturbetriebe mit einem Volumen von 651.000 Euro wird nun bereits im Planansatz fortgeschrieben. Künstlerische Innovationen, nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit und eine tarifgerechte Bezahlung des freien künstlerischen Personals sind damit kaum möglich.

Absurd wird der Haushaltsentwurf beim Theater Junge Generation, dessen künstlerischer Etat seit 2002 nicht erhöht wurde, für dessen Spielzeiteröffnung am neuen Standort Kraftwerk Mitte 2016 aber nicht ein Cent bisher vorgesehen ist und auch kein Geld, um die laufenden Inszenierungen an die neue Spielstätte anzupassen.

Die Absenkung der Förderung der Freien Szene um geplante 580.000 Euro ist ebenso eine kalte Dusche für die soziokulturellen Zentren, die Volkshochschule und das Heinrich-Schütz-Konservatorium, die unverzichtbare Basisarbeit in der Dresdner Bildungs- und Kulturlandschaft leisten.

Ich habe mich mit unseren Mitgliedern im Kulturausschuss sowie den StadträtInnen von Grünen und SPD darüber verständigt, dass wir eine gemeinsame Liste an Änderungsvorschlägen in der Haushaltsplanung erarbeiten, um die künstlerische Arbeit der städtischen und freien Dresdner Kultureinrichtungen auch 2015/2016 zu gewährleisten.“

Straßenkunst im Einvernehmen aller möglich machen!

05. November 2014  DIE LINKE im Stadtrat

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(Foto: Die3lustigen2)

In einer Analyse der Stadtverwaltung wird deutlich, dass öffentliche Darbietungen insbesondere von Straßenmusikerinnen und Straßenmusikern mit der neuen Straßenkunstverordnung fast zum Erliegen gekommen sind. Auch andere Straßenkünstlerinnen und Straßenkünstler sind in Dresden kaum noch im öffentlichen Raum anzufinden. Die dringend notwendige Debatte über eine Neugestaltung der Straßenkunstverordnung wird unter Ausschluss vieler für die Debatte wichtiger Akteurinnen und Akteure der Dresdner Straßenkunstszene geführt.

Dazu erklärt LINKE-Stadträtin Jaqueline Muth, Mitglied im Kulturausschuss:

“Musik und Kunst gehören selbstverständlich in das vielfältige Straßenbild einer Großstadt. Darüber hinaus bieten sie den Darbietenden einen Zuverdienst und die Möglichkeit, sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Warum diese Tradition direkter Kulturvermittlung nun in der Dresdner Innenstadt nicht mehr tragbar sein soll, ist für mich unverständlich.

Der öffentliche Raum ist für alle da. Um hier ein auskömmliches Miteinander zu gewährleisten, muss es selbstverständlich Regeln geben und die Bereitschaft aller Beteiligter, aufeinander zuzugehen.

Die durch die Verwaltung erlassene Straßenkunstverordnung kann dabei jedoch nur als destruktiver Rundumschlag verstanden werden. Die Auflagen sind viel zu streng und haben einen diskriminierenden Charakter. Auch die Regelung, dass ab 3.11.2014 wegen des Weihnachtsgeschäfts der ansässigen Gewerbetreibenden überhaupt keine Genehmigungen mehr erteilt werden, geht zu weit. Konstruktive Konfliktlösung sieht anders aus.”

DIE LINKE gratuliert dem Theater Junge Generation zum 65. Geburtstag und fordert Nachbesserungen im Kulturhaushalt

15. Oktober 2014  DIE LINKE im Stadtrat

Anlässlich des 65. Geburtstages des Dresdner Theaters Junge Generation erklärt LINKE-Stadträtin Annekatrin Klepsch, Mitglied im Kulturausschuss:

“Dem Theater Junge Generation mit seinem Ensemble und den MitarbeiterInnen von Werkstätten, Verwaltung und Technik sowie Intendantin Felicitas Löwe gratulieren wir als LINKE von ganzem Herzen zum Jubiläum und hoffen, dass das TJG auch im Alter von 65 Jahren ein renommiertes und beliebtes Kinder- und Jugendtheater bleibt!

Es ist eine Errungenschaft und ein Alleinstellungsmerkmal für die Kulturstadt Dresden, dass wir das bundesweit älteste und größte eigenständige Kinder- und Jugendtheater haben! Damit das TJG diesem Ruf auch dauerhaft gerecht werden kann, müssen im nächsten Doppelhaushalt 2015/16 die finanziellen Prioritäten anders gesetzt werden als durch Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann vorgeschlagen. Das Kinder- und Jugendtheater braucht nicht nur ein neues Haus im Kraftwerk Mitte, sondern es braucht auch künstlerische und finanzielle Planungssicherheit für die Übergangszeit und für die Spielzeiteröffnung am neuen Standort im Dezember 2016.

Die Tatsache, dass bereits jetzt die Mittel für künstlerische Arbeit so knapp sind, dass man sich zwischen festen Theatermusikern und frei engagierten Musikern entscheiden musste und dass viele ambitionierte und künstlerisch wertvolle Projekte nur mit Drittmitteln von Stiftungen durchführbar waren, wirft kein gutes Licht auf die Finanzausstattung des Theaters.

Die Fraktion DIE LINKE wird sich deshalb im Rahmen der Haushaltsverhandlungen bemühen, gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern Verbesserungen herbei zu führen.”

Debatte um Bachfest 2016 ist unehrlich!

10. Oktober 2014  DIE LINKE im Stadtrat

Zur Ankündigung der Dresdner Rathausspitze, den Beschluss zur Finanzierung des Bachfestes 2016 in Dresden aufzuheben, erklärt LINKE-Stadträtin Annekatrin Klepsch, Mitglied im Kulturausschuss:

Die Debatte, ob das Bach-Fes t2016 abgesagt werden muss, ist mehr als peinlich – insbesondere für Kreuzkantor Roderich Kreile. Diese Peinlichkeit hätte aber vermieden werden können, wenn Oberbürgermeisterin Helma Orosz nicht zu vielen Seiten etwas versprochen hätte.

Als der Dresdner Stadtrat im Frühjahr 2014 die Bachfest-Finanzierung von 252.000 Euro mit Vorgriff auf den Haushalt 2016 beschloss, hat die Fraktion DIE LINKE nur unter der Voraussetzung zugestimmt, dass dieses Geld zusätzlich zum Kulturetat bereit gestellt wird. Zu der Mindestsumme von 252.000 Euro kommen weitere 50.000 Euro an Personalkosten, die durch die Dresdner Musikfestspiele benötigt werden, um das Bachfest zu organisieren. Es wurden am Ende jedoch insgesamt nur 150.000 Euro eingeplant.
 
Darüber hinaus ist in der Satzung der Neuen Bachgesellschaft für das Bachfest vorgesehen: 

“Als Geldgeber sind vom Organisator u.a. anzusprechen: die jeweilige Stadt, das Bundesland, der Bund, die Kirchen, private Sponsoren, die zuständige Rundfunkanstalt.” 

Annekatrin Klepsch dazu: “Eine Finanzierung des Bachfestes und des Kreuzchor-Jubiläums 2016 auf Kosten anderer Kultureinrichtungen in Dresden ist für uns LINKE ausgeschlossen. Dieses Dilemma hat Frau Orosz jedoch durch ihren eigenen Haushaltsentwurf herbei geplant! Die Oberbürgermeisterin muss sich nun in Absprache mit dem Kreuzkantor entscheiden, was ihr wichtiger ist: ein Bachfest mit zusätzlichen Konzerten oder das 400.000 Euro teure Jubiläumsjahr des Kreuzchores. Die Entscheidungsverantwortung angesichts akut entdeckter Geldnot auf den Stadtrat abzuwälzen, ist unehrlich und schadet allen Beteiligten.”