Schlagwort: Bildung

Einen Schritt nach vorn

Start am Samstag in Dresden mit prominenter Unterstützung: Andrea Roth (ehemalige MdL der LINKEN in Sachsen), Rico Gebhardt (Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Landtag), Dr. Kris Kaufmann (Dresdens Sozialbürgermeisterin, DIE LINKE) und Eva-Maria Stange (Sächsische Ministerin für Wissenschaft)

„Gute Bildung und gleiche Chancen für Alle, Lehrermangel bekämpfen, Schulen erhalten“- habt ihr euch schon einmal überlegt wie es wäre, wenn wir unsere bildungspolitische Forderung in die Tat umsetzen könnten? Wenn CDU und SPD ihre Bildungsexperimente beenden würde? Wenn wir wirklich gute Bildung in Sachsen haben könnten? Denn ich habe es und das ist für mich ein Grund dafür zu kämpfen, es liegt an uns!

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Lockerung des Kooperationsverbotes ist gut, wenn auch unkonkret – Gemeinschaftsaufgabe Bildung weiterhin nötig

22. Dezember 2014  DIE LINKE im Sächsischen Landtag

Zur heutigen Zustimmung des Bundesrates zur Änderung des Artikels 91 b Grundgesetz, mit dem das sogenannte Kooperationsverbot gelockert wird, erklärt die hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Annekatrin Klepsch: Die Aufhebung des Kooperationsverbots zwischen Bund und Ländern in der Hochschulpolitik ist grundsätzlich zu begrüßen. Es war in der Praxis ohnehin schon unterlaufen worden.

Allerdings beschränkt sich die Änderung des Grundgesetzes in Paragraph 91b auf eine Förderung in Fällen von „überregionaler Bedeutung“. Was das bedeutet, etwa für die Förderung von Forschungsbauten, bedarf der Konkretisierung.

Darüber hinaus müssen einer Vereinbarung von Bund-Länder-Vorhaben alle Bundesländer zustimmen. Das erschwert die hochschulpolitische Kooperation zwischen Bund und Ländern und lässt den Wettbewerbsföderalismus unangetastet. DIE LINKE fordert deshalb eine Gemeinschaftsaufgabe Bildung, die eine verbindliche Zusammenarbeit von Bund und Ländern ermöglicht und in die auch die Kita- und Schulbildung einbezogen ist.

Dramatische Lage im Dresdner Bildungsbereich: LINKE Stadträtinnen und Stadträte fordern neuen Aufbruch für mehr Bildungsgerechtigkeit in der Landeshauptstadt Dresden

02. Oktober 2014  DIE LINKE im Stadtrat

Bildungsbericht macht massive Bildungsungerechtigkeit deutlich +++ Haushalt kürzt wichtige Projekte +++ Gymnasium in Gorbitz muss dauerhaft bleiben

Der 2. Bildungsbericht der Landeshauptstadt Dresden zeichnet ein bemerkenswertes Bild der Bildungs- und Lebenschancen in Dresden. Demnach hängt der Bildungsgrad von Kindern und Heranwachsenden vor allem von deren Herkunft und ihrem Wohnort ab. Das zeigt sich am Anstieg des Anteils von Kindern mit Migrationshintergrund an der Sprachheilschule genauso wie an der Tatsache, dass Jungen und Mädchen aus Stadtteilen mit hoher Arbeitslosigkeit oder vielen Bezieherinnen und Beziehern von ALG II deutlich seltener eine Bildungsempfehlung für das Gymnasium bekommen.

Dazu erklärt Cornelia Eichner, Städträtin für Gorbitz und Mitglied im neu gebildeten Bildungsausschuss der Stadt Dresden:

“Fakt ist: Bildungschancen sind in Dresden ungleich verteilt. Wer Bildungsgerechtigkeit will, der muss dafür sorgen, dass Bildungschancen nicht von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern abhängen. Deshalb fordern wir eine echte Lernmittelfreiheit an allen Dresdner Schulen. Und wir wollen, dass breite Bildungsangebote wohnortnah vorhanden und für alle Dresdnerinnen und Dresdner erreichbar sind. Deshalb muss es in Gorbitz dauerhaft einen Gymnasialstandort geben.”

Pia Barkow, Mitglied im Ausschuss für Soziales und Wohnen, macht deutlich, dass die Stadtspitze auf die wertvollen Erkenntnisse der letzten beiden Bildungsberichte insbesondere in Hinblick auf die prekäre Lage in Stadtteilen, die gemeinhin als soziale Brennpunkte bezeichnet werden, “keine Antwort gefunden hat”.
Mehr noch: “Für das Dresdner ‘Bildungsbüro’ sieht der Haushalt eine massive Personalreduzierung vor”.

Hans-Jürgen Muskulus, ebenfalls Mitglied im Ausschuss für Soziales und Wohnen, erklärt abschließend:

“Jugendliche müssen die Möglichkeit haben, Beratungsstellen in Fragen der Ausbildung und ihrer persönlichen Bildungschancen aufsuchen zu können. Die Chance, etwa einen guten Ausbildungsplatz zu finden, darf aber nicht vom Wohnviertel abhängen. Wir werden die große Frage der Bildungsgrechtigkeit in Dresden, und unter anderem auch der Sicherung der Arbeit des Bildungsbüros, als Thema in den Haushaltsdebatten immer wieder auf die Tagesordnung setzen.”

 

Schaffung guter Arbeit in der Wissenschaft bleibt Kernaufgabe

02. Oktober 2014  Uncategorized

Zum gestern bekannt gewordenen vorläufigen Abbruch der Verhandlungen über eine Beschäftigungsvereinbarung zwischen der Leitung der TU Dresden und der dortigen Mittelbauinitiative erklärt die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Annekatrin Klepsch:   Wir bedauern sehr, dass die Verhandlungen über eine Vereinbarung von Mindeststandards für die Beschäftigten an der TU Dresden vorerst gescheitert sind.

Darin offenbart sich die Kehrseite einer Exzellenzuniversität, die zwar mit aller Macht ihr internationales Renommee erhöhen will, sich als Arbeitgeber allerdings offenbar stur zeigt – auch wenn sie sich, wie die anderen sächsischen Hochschulen, in der „Autonomiefalle“ befindet.

 

Laut einer Befragung der Mittelbauinitiative aus dem vergangenen Wintersemester, an der 1.300 Beschäftigte an der TUD teilgenommen hatten, sind 89 Prozent von ihnen befristet tätig. Davon hatten 22 Prozent Verträge mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr. Unsichere Beschäftigung ist keine Basis für leistungsfähige Hochschulen. DIE LINKE fordert endlich ein entschlossenes Vorgehen gegen die prekäre Beschäftigung von wissenschaftlichem Personal. Oft kehren qualifizierte junge Menschen dem Freistaat wegen der prekären Beschäftigungsbedingungen den Rücken. Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung können wir es uns aber nicht leisten, kluge Köpfe ziehen zu lassen. Der Verweis auf fehlendes Geld ist kein zureichender Grund, wie das Beispiel von Universitäten zeigt. Um einen Kodex „Gute Arbeit in der Wissenschaft“ wird auch die TU Dresden nicht umhinkommen, wenn sie national und international wettbewerbsfähig bleiben will. DIE LINKE wird sich in den anstehenden Haushaltsverhandlungen für eine höhere Grundfinanzierung der sächsischen Hochschulen einsetzen

 

Auch DIE LINKE plädiert für die zügige Novellierung des Hochschulfreiheitsgesetzes

Zu den heute veröffentlichten Forderungen der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) aus Anlass des zweiten Jahrestages der Verabschiedung des „Hochschulfreiheitsgesetzes“ erklärt die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Annekatrin Klepsch:   DIE LINKE unterstützt die Forderungen der KSS nach einer Novellierung des geltenden Hochschulfreiheitsgesetzes. Vor allem die Abschaffung der Verfassten Studierendenschaft hatte vor zwei Jahren für großen Unmut gesorgt.

Selbst die Hochschulrektoren standen dem Vorhaben der Koalitionäre skeptisch gegenüber. Dennoch wurde sie von CDU und FDP ohne einen einzigen sachlichen Grund, aus rein ideologischen Motiven, geschliffen.

Dabei galt die Verfasste Studentenschaft als eine Errungenschaft der friedlichen Revolution. Als studentische Interessenvertretung und Dienstleistungseinrichtung hatte sie sich bewährt. Kein Verständnis für die Situation der Studierenden hierzulande bewiesen CDU und FDP auch mit den Langzeitstudiengebühren. DIE LINKE fordert die Wiedereinführung und Stärkung der Verfassten Studierendenschaft mit Finanz- und Satzungsautonomie und dem uneingeschränkten Recht auf freie politische Meinungsäußerung sowie die Abschaffung der Austrittsoption.

Wir erwarten die Fixierung einer entsprechenden Änderung des Hochschulfreiheitsgesetzes im Koalitionsvertrag der sich abzeichnenden Regierung von CDU und SPD. Das grundlegende hochschulpolitische Gesetzeswerk bedarf einer umfassenden Erneuerung im Interesse der Studierenden und der Hochschulbeschäftigten.

Finanzmittel für Schulen: Die Not ist groß – doch 2013 blieben 45 Mio. Euro ungenutzt

24. April 2014  DIE LINKE im Stadtrat

In den Dresdner Schulen werden die Klassenzimmer bis an den Rand des Erträglichen vollgestopft. Die Plätze reichen hinten und vorne nicht. Im Jahr 2013 standen in Dresden 147,2 Mio. Euro für Investitionen in Schulen zur Verfügung. Doch ausgegeben bzw. vertraglich gebunden wurden lediglich 102,5 Mio. Euro. Damit blieben 45 Mio. Euro ungenutzt. Dies ergab jetzt eine Anfrage des Fraktionsvorsitzenden der LINKEN, André Schollbach, an Oberbürgermeisterin Helma Orosz.

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Bildung verträgt keine Notlösungen

26. März 2014  DIE LINKE im Stadtrat
Schulneugründungen in Prohlis und Gorbitz müssen inhaltlich überzeugen und keine Notlösung sein!

Dresden profitiert seit Jahren vom Geburtenhoch und vom Zuzug junger Familien. Deshalb ist es folgerichtig, dass der Stadtrat mit der 2012 verabschiedeten Schulnetzplanung beschlossen hat, an der Peripherie zwei neue Gymnasien zu eröffnen, anstatt die vorhandenen Gymnasien weiter zu Schulkombinaten aufzublähen.

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Besier zu weiteren Kürzungsplänen an der Uni Leipzig

Besier: Zufall regiert, nicht Konzepte – Staatsregierung ruiniert beide Romanistik-Standorte

Zu den sich weiter konkretisierenden Kürzungsplänen, zu deren Formulierung die Leitung der Universität Leipzig durch den von der schwarz-gelben Regierung beschlossenen Stellenabbau gezwungen wird, erklärt der wissenschafts- und hochschulpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Gerhard Besier:

Als es 2011 an die Streichung der Hispanistik im Studiengang Romanistik der TU Dresden ging, erhob sich zu Recht energischer Widerspruch: Welcher informierte Student schreibt sich schon in einem unvollständigen Fach ein? Jetzt passiert das Gleiche in Leipzig, wo 2015 die Professur für lateinamerikanische, portugiesische und brasilianische Sprachwissenschaft gestrichen werden soll, wie jetzt bekannt wurde. Damit hat Sachsen zwei unvollständige Romanistik-Fächer, die in dieser beschnittenen Form kaum konkurrenzfähig sind und darum nicht werden überleben können. Das kommt davon, wenn man dem gewollten Hochschulrückbau kein sachsenweites Konzept zugrunde legt.

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Kristin Hofmann: Schwarz-gelber Kürzungswahn im Hochschulbereich fordert neues Opfer. Forschung braucht öffentliche Mittel!

Derzeit treffen sich in Dresden Kartographinnen und Kartographen aus aller Welt, um sich über die neuesten Entwicklungen in ihrem Fach auszutauschen.
Überschattet wird dies durch die gestern von der DNN – den Dresdner Neuesten Nachrichten –  veröffentlichte Nachricht, dass der deutschlandweit auf universitärer Ebene einzigartige Studiengang Kartographie an der TU Dresden in den nächsten Jahren geschlossen wird. Aufgrund der anhaltenden Kürzungen der Zuschüsse des Freistaates habe sich die Fakultät Umweltwissenschaften bereits Anfang des Jahres gezwungen gesehen, das Aus für die Kartographenausbildung an der TU Dresden zu besiegeln.

Kristin Hofmann, Dresdner Mitglied des Landesvorstandes der sächsischen LINKEN und dort zuständig für Hochschulpolitik, erklärt dazu:

“Der Beschluss zeigt, dass die Staatsregierung noch immer nicht einsieht, dass Kürzungen von Mitteln für die Hochschulen nicht nur zulasten von Studierenden und Studieninteressierten gehen, sondern auch renommierte Forschung und Entwicklung schädigen – und das, obwohl die ,Exzellenzuniversität’ TU Dresden als Ort großer Forschungsleistungen positioniert werden soll. In ganz Sachsen machen die Hochschulleitungen immer wieder deutlich, dass die zugewiesenen Mittel nicht ausreichen, um die derzeitigen Kapazitäten künftig zu erhalten und Studierende und Lehrpersonal für Sachsen zu gewinnen. Die Staatsregierung und insbesondere das SMWK müssen endlich umdenken und die sächsischen Hochschulen bedarfsgerecht finanzieren und damit einen neuen, oft geforderten Weg in der sächsischen Hochschulpolitik einschlagen.”

Neue Mensa in Dresden voraussichtlich ab Jahreswechsel geschlossen

Derzeit berät der Verwaltungsrat des Studentenwerkes Dresden über die Schließung der neuen Mensa. Dazu erklärt Kristin Hofmann, Mitglied im Landesvorstand DIE LINKE Sachsen:

„Seit langer Zeit fordern alle Seiten, das heißt die Beschäftigen ebenso wie
die Studierenden, die Sanierung der sogenannten „Neuen Mensa“. Die Anlagen sind veraltet, der Zustand des Brandschutzes gefährdet die Betriebserlaubnis und die Betriebskosten sind durch die nicht erfolgte energetische Sanierung zu hoch. Aber das Objekt wird benötigt, denn immer mehr Studierende und Beschäftigte nehmen das Angebot der Mensa wahr. Außerdem verpflegt die Cafeteria die Hochschulangehörigen, es finden in den Räumen der Mensa Veranstaltungen statt und die studentische „Bierstube“ ist neben den Studentenclubs der einzige Treffpunkt auf dem Campus.

Deswegen ist eine Sanierung der einzige Ausweg, die Neue Mensa samt der traditionsreichen „Bierstube“ zu retten. Ich fordere, den entsprechenden Haushaltstitel endlich mit finanziellen Mitteln zu untersetzen. Die geplanten Zeltmensen sind kein adäquater Ersatz und vor allem keine dauerhafte Lösung, um den gestiegenen Besucherzahlen gerecht zu werden. Es kann doch nicht sein, dass die Landesregierung von diesen Problemen seit Jahren weiß, nun alle in Provisorien ausweichen müssen und dennoch nichts passiert.“