Beiträge vom März 2017

Frauen arbeiteten in diesem Jahr statistisch gesehen 77 Tage lang ohne Bezahlung / Buddeberg zum morgigen Equal Pay Day

equalpay2017Wenn über den Equal Pay Day gesprochen wird, ist oft auch die Rede von der „gläsernen Decke“. Das Bild verdeutlicht, dass Frauen nur bis zu einem bestimmten Punkt Karriere machen können – bis sie an die Decke stoßen, auf deren anderer Seite sie eine gerechte Bezahlung zwar sehen, diese aber nicht erreichen können.

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Spart Euch Eure Blumen!

Banksyvon Cornelia Eichner

Ich sage vorweg: Alleinerziehende Väter kommen in diesem Text zu kurz. Alleinerziehende Väter haben ebenso wie alleinerziehende Mütter Problemlagen, die sie an den Rand ihrer Kräfte führen. Hier und jetzt möchte ich jedoch für alleinerziehende Mütter sprechen, da Schwerpunkt dieser Ausgabe der Frauentag ist (und die Benachteiligung von Frauen auf jene, die alleinerziehend sind, mindestens genauso zutreffen) – und ja, auch, weil die Anzahl der Väter unter den Alleinerziehenden nach wie vor geringer ist. “Inzwischen leben mehr als 1,6 Millionen Einelternfamilien in Deutschland. Davon sind etwa 90 Prozent der Alleinerziehenden Mütter und nur etwa 10 Prozent der Alleinerziehenden Väter.” (Deutscher Bundestag, Drucksache 18/6651)

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“Bitte gute Laune und ein Trinkglas mit bringen!”

Zentralbild Kohls hsch 9.3.67 Berlin: Walter Ulbricht empfing verdiente Frauen der DDR. Der Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Walter Ulbricht, gab am 8.3.67 in Berlin anläßlich des 20. Gründungstages der DFD und des Internationalen Frauentages im Bankettsaal des Staatsratsgebäudes für 200 hervorragende Bürgerinnen einen festlichen Empfang. Unter ihnen befanden sich verdiente Frauen, die vom Ministerrat mit der Clara-Zetkin-Medaille ausgezeichnet worden waren. UBz: Auf dem festlichen Empfang sprach Maria Kempke (stehend), Genossenschaftsbäuerin in der LPG "Klara Zetkin" Banzkow (Bezirk Schwerin).

Zentralbild Kohls hsch 9.3.67 Berlin: Walter Ulbricht empfing verdiente Frauen der DDR. Der Vorsitzende des Staatsrates der DDR, Walter Ulbricht, gab am 8.3.67 in Berlin anläßlich des 20. Gründungstages der DFD und des Internationalen Frauentages im Bankettsaal des Staatsratsgebäudes für 200 hervorragende Bürgerinnen einen festlichen Empfang. Unter ihnen befanden sich verdiente Frauen, die vom Ministerrat mit der Clara-Zetkin-Medaille ausgezeichnet worden waren.
UBz: Auf dem festlichen Empfang sprach Maria Kempke (stehend), Genossenschaftsbäuerin in der LPG “Klara Zetkin” Banzkow (Bezirk Schwerin).

Von Uwe Schaarschmidt

So, liebe Genossinnen, stand es immer auf den Einladungspostkarten des DFD, welche meine Mutter monatlich zugestellt bekam.

An den DFD, den Demokratischen Frauenbund Deutschlands, werden sich sicherlich noch einige erinnern – und wer glaubt, es gäbe ihn nicht mehr, irrt. In den östlichen Bundesländern gibt es ihn als Demokratischen Frauenbund e.V. immer noch. Hier in Dresden, auf der Erna-Berger-Straße, nahe dem Bahnhof Neustadt betreibt er das Frauenzentrum “Guter Rat” und die Frauenkontaktstelle “Sozia”. Klingt sogar ein wenig wie Sozialismus. Weitere Projekte gibt es in Sachsen allerdings nur noch in Görlitz und Zschopau. So ganz scheint Frau das Kämpfen nicht verlernt zu haben – immerhin legte man sich wegen des Kürzels dfb mit dem Deutschen Fußballbund an. Und gewann 1:0.

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Aktionen zum 8. März 2017

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Aufruf Internationaler Frauen*streik

Am 08.März 2017 findet zusätzlich zu vielen spannenden lokalen Veranstaltungen auch der internationale Frauen*streik statt.

Es gibt folgende praktische Möglichkeiten sich am Frauen*streik zu beteiligen:

1. Am Schwersten: keine Arbeit, bezahlte und unbezahlte, Leisten
2. Nicht Einkaufen bzw. wenn dann nur in Geschäften die Frauen* oder von Diskriminierung betroffenen Menschen gehören.
3. Rote Kleidung tragen als Zeichen der Solidarität

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Am Frauentag zusammenstehen

csm_leia-frauentag-2017-grey_01_0313dd74c0Zu Recht wird am 8. März stets daran erinnert, dass Clara Zetkin einst den Internationalen Frauentag aus der Taufe hob. Seitdem wurde jedoch immer wieder versucht, die hart erkämpften Rechte wieder zu beseitigen. Dass insbesondere rechten und konservativen Strömungen die Solidarität unter Frauen nicht geheuer ist, zeigt sich dieser Tage nur allzu deutlich. So stand im Oktober 2016 den Polinnen eine Verschärfung des bereits sehr rigiden Abtreibungsgesetzes bevor. Zu Zehntausenden gingen sie deshalb auf die Straße und überall in Europa solidarisierten sich Menschen mit ihnen. Ähnliches geschieht gerade in den USA, wo im Januar Hunderttausende beim „Women’s March“ gegen den neuen Präsidenten Donald Trump und damit gegen Frauenfeindlichkeit, Gewalt, Rassismus, Homofeindlichkeit und religiöse Intoleranz demonstrierten. Auch in Deutschland solidarisieren sich viele Aktivist*innen und beteiligen sich an den Protesten.

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Was wird aus dem Operettenstandort in Leuben? / Reges Interesse an Bürgerbeteiligung zur künftigen Nutzung

Am 01. März 2017 fand im Saal der Cultus gGmbH eine BürgerInnenversammlung mit über 50 interessierten Leubenern zur ergebnisoffenen BürgerInnenbeteiligung über die Zukunft des Operettenstandorts statt. Eingeladen hatten LINKE Ortsbeirätinnen und Ortsbeiräte des Stadtteils.

sitzeDer ehemalige Ortsamtsleiter Joachim Liebers eröffnete die Diskussion und warb für eine sensible, lebendige und kulturbetonte Nutzung des Ortsteilzentrums. Die Beschlusslage des Stadtrates erläuterte LINKE-Stadtrat Jens Matthis.

In der Debatte wurden viele Nutzungsvorschläge durch die Leubener angesprochen. Das ortsbildprägende Gebäude in Altleuben soll erhalten werden und es wurde der Wunsch nach einer kulturellen Nutzung im Rahmen des bestehenden Gebäudes mit einem gastronomischen Angebot geäußert. Favorisiert wurde auch ein Stadtteilhaus oder ein soziokulturelles Mehrgenerationen-Begegnungszentrum. Für die hinteren Grundstücksflächen wird überwiegend Wohnbebauung vorgeschlagen, wobei sich viele der Anwesenden für sozialen Wohnungsbau ausgesprochen haben.

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