Canvassing – Haustürgespräche in Prohlis

canvassing_schaarschmidtUm mit Anwohner*innen ins Gespräch über Sorgen, Nöte und Wünsche zu kommen, wurde eine bundesweite Aktion des aufsuchenden „Wahlkampfs“ mit Beginn in Dresden gestartet. Gespräche an Haustüren, auch vor der heißen Wahlkampfphase, sollten es werden.

Ziel war es einerseits als Partei DIE LINKE bürgernah zu agieren und so Menschen für die Partei zu begeistern, aber andererseits auch für uns selber zu wissen, was die Menschen bewegt und was wir uns für unsere Arbeit und unser Engagement zu Herzen nehmen müssen.

Zuerst bin ich wie andere auch mit gemischten Gefühlen an die Sache herangegangen, es schwirrten Frage im Kopf, wie es denn auf die Menschen wirkt, wenn auf einmal fremde Menschen vor der Haustür stehen und mit einem reden wollen, und ob es denn zu unser eigenem Nutzen ist.

Auf der anderen Seite ist es eine neue Art um mit Bürger*innen in Kontakt zu kommen, etwas Neues, was noch entdeckt werden muss – diese Möglichkeit hatte mich dann doch gereizt teilzunehmen.

 

Stattgefunden hat dann alles am 24. September, einem Samstag, am Vormittag und zum späten Mittag, danach gab es noch eine Auswertungsrunde in den Räumen eines Stadtteilprojektes.

Doch bevor wir überhaupt starten konnten fand ein intensives Training am Vortag statt, dort beschäftigten wir uns mit den Zielen der Haustürgespräche, möglichen Gesprächsthemen, die in Prohlis angesprochen werden können und wir übten mehrere Gesprächsdurchläufe anhand eines Leitfadens, der von der Bundesebene erstellt worden war.

Bis dahin hatte ich mit einer großen Unsicherheit zu kämpfen, da es schon was anderes ist mit Fremden – speziell über Politik –  zu reden, was ich selber so noch nie gemacht habe. Jedoch war dieses Training eine super Vorbereitung, da man so auch noch Fehler machen und sich auf mögliche Antworten und Fragen vorbereiten konnte.

 

Am nächsten Tag ging es dann auch sofort los, die meisten Ehrenamtlichen sind in 2er Teams vor die Haustüren, aber auch einzeln. Am Ende jedes Gespräches war es unser Ziel die Menschen zu einem Polit- Frühstück mit Katja Kipping und Margot Gaitzsch einzuladen (welche sich auch an der Aktion beteiligt haben) ,um so die Möglichkeit zu einem direkten Gespräch zu geben.

Während der Gespräche habe ich gemerkt, dass es keinen Grund zur Unsicherheit oder Besorgnis gibt.

 

Insgesamt ist die Aktion meiner Meinung erfolgreich verlaufen, es kam so interessanten Gesprächen und wichtigen Information für uns und die Partei.

Ich denke, dass man offener mit dieser Art von Kommunikation und Kontakt zu Anwohner*innen sein sollte und man es auch wiederholen kann und soll.

 

Florian ist 16, Schüler am Gymnasium. Mitglied im Koordinierungskreis der Linksjugend Dresden und Parteimitglied.

 

Foto: Uwe Schaarschmidt