Mit den Augen von Inana – Schriftstellerinnen aus dem Irak

Unsere derzeitige Wahrnehmung des Iraks ist vor allem von gewalttätigen Konfliktsituationen geprägt. Doch wie leben die Menschen im Irak unter diesen Bedingungen? Der Sturz von Saddam Hussein liegt mittlerweile über 10 Jahre zurück – seitdem wird das mediale Bild des Landes fast nur durch Berichte von Terror und Bombenanschlägen dominiert. Der Alltag hingegen spielt selten eine Rolle.

Das Buch „Mit den Augen von Inana“ erschließt eine andere Welt: Schriftstellerinnen aus dem Irak publizieren in der Anthologie, die nun zur Leipziger Buchmesse in deutscher Sprache erscheint. Frauen schreiben anders als Männer, das gilt auch und gerade für ein Land wie den Irak. Obwohl sie das gleiche Schicksal erlitten haben und noch erleiden, trifft es Frauen auf unterschiedliche Weise, und lässt sie daher auch andere Perspektiven einnehmen. Liebe in den Zeiten des Terrors, Auseinandersetzungen mit Gewalt, Träumen und Ängsten: Die Texte von „Mit den Augen von Inana“ zeigen, dass Frauen anders leiden, anders empfinden und sie vor allem noch andere Formen von Gewalt ertragen müssen.

Nach dem Krieg und in Zeiten des Terrors kann Literatur mit ihren vielfältigen Ausdrucksformen und Impulsen dazu beitragen, Erlittenes zu verarbeiten und dabei helfen, Zivilgesellschaft zu begründen.

Ein spannender Abend mit Lesung von Gedichten und Kurzgeschichten in Arabisch und Deutsch und anschließender Möglichkeit zum Gespräch.

 

Wann: Donnerstag, 19. März, 19.30 – 21:30 Uhr

Wo: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin

 

Autorinnen:

Amal Ibrahim al-Nusairi, Schriftstellerin und Leiterin der Al-Noor Stiftung für Kultur und Medien in Bagdad
Maysaloun Hadi, Schriftstellerin/ Kurzgeschichtenautorin, Übersetzerin und Journalistin

Konferenzsprachen: Deutsch und Arabisch mit Simultanübersetzung

 

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