André Schollbach zu Protestcamp auf Theaterplatz in Dresden 

02. März 2015  DIE LINKE im Stadtrat

Seit dem Wochenende führen Asylsuchende auf dem Theaterplatz ein Protestcamp durch, um auf ihre schwierige Situation aufmerksam machen. Die Fraktion DIE LINKE erklärt sich solidarisch mit dem Protest der Asylsuchenden. Insbesondere auf dem Theaterplatz, der mehrfach Aufmarschort von “PEGIDA” war, kommt dem Protest eine besondere Bedeutung zu. 
  
Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Dresdner Stadtrat, André Schollbach: 
  
 “Mit diesem Hilferuf versuchen die Asylsuchenden, auf ihre prekäre Situation aufmerksam zu machen. Flüchtlinge sind keine Menschen zweiter Klasse. Auch für sie gilt Art. 1 des Grundgesetzes: “Die Würde des Menschen ist unantastbar.” Wenn man das Asylchaos der letzten Wochen betrachtet und sieht, wie unwürdig zahlreiche Flüchtlinge in Sachsen untergebracht werden, dann wird das eklatante Versagen der Sächsischen Staatsregierung und insbesondere des überforderten Innenministers Ulbig deutlich. 
  
Der Hilferuf der Asylsuchenden muss ernst genommen werden. Ein reiches Land, wie die Bundesrepublik Deutschland, sollte in der Lage sein, menschenwürdige Bedingungen für diese Menschen zu gewährleisten.”