Schaffung guter Arbeit in der Wissenschaft bleibt Kernaufgabe

02. Oktober 2014  Uncategorized

Zum gestern bekannt gewordenen vorläufigen Abbruch der Verhandlungen über eine Beschäftigungsvereinbarung zwischen der Leitung der TU Dresden und der dortigen Mittelbauinitiative erklärt die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Annekatrin Klepsch:   Wir bedauern sehr, dass die Verhandlungen über eine Vereinbarung von Mindeststandards für die Beschäftigten an der TU Dresden vorerst gescheitert sind.

Darin offenbart sich die Kehrseite einer Exzellenzuniversität, die zwar mit aller Macht ihr internationales Renommee erhöhen will, sich als Arbeitgeber allerdings offenbar stur zeigt – auch wenn sie sich, wie die anderen sächsischen Hochschulen, in der „Autonomiefalle“ befindet.

 

Laut einer Befragung der Mittelbauinitiative aus dem vergangenen Wintersemester, an der 1.300 Beschäftigte an der TUD teilgenommen hatten, sind 89 Prozent von ihnen befristet tätig. Davon hatten 22 Prozent Verträge mit einer Laufzeit von weniger als einem Jahr. Unsichere Beschäftigung ist keine Basis für leistungsfähige Hochschulen. DIE LINKE fordert endlich ein entschlossenes Vorgehen gegen die prekäre Beschäftigung von wissenschaftlichem Personal. Oft kehren qualifizierte junge Menschen dem Freistaat wegen der prekären Beschäftigungsbedingungen den Rücken. Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung können wir es uns aber nicht leisten, kluge Köpfe ziehen zu lassen. Der Verweis auf fehlendes Geld ist kein zureichender Grund, wie das Beispiel von Universitäten zeigt. Um einen Kodex „Gute Arbeit in der Wissenschaft“ wird auch die TU Dresden nicht umhinkommen, wenn sie national und international wettbewerbsfähig bleiben will. DIE LINKE wird sich in den anstehenden Haushaltsverhandlungen für eine höhere Grundfinanzierung der sächsischen Hochschulen einsetzen