Beiträge vom Juni 2013

Gratulation: HTW Dresden bekommt Ökosiegel

Die HTW Dresden wurde mit einem Preis, der von der Stadt Dresden bereits zum vierten Mal ausgelobt wurde, als ökologisch nachhaltig ausgezeichnet – das heißt, die Preisträger mit dem Titel „ökoprofit“ sind aktiv im Umweltschutz, der natürliche und finanzielle Ressourcen schont.

Dazu gratuliert Kristin Hofmann, Mitglied des Landesvorstandes der LINKEN Sachsen: “Ich freue mich, dass die Leistungen und Bemühungen der Hochschule für Technik und Wirtschaft von der Stadt durch den Preis gewürdigt werden. Ich wünsche dem Projekt „Sustainable Campus“, mit dem sie schon seit langem die Hochschule ökologisch gestalten, auch für die nächsten Jahre viel Erfolg und Ideenreichtum. Die gesparten Gelder aus den Betriebskosten können so sinnvoll investiert werden und die Umwelt geschont werden.”

Gleichzeitig mahnt sie zu einem umfassenderen Blick: “Was an der HTW gelingt, wird im größeren Rahmen jedoch immer wieder in Frage gestellt –  so stehen die sächsischen Semestertickets mit der Novelle des Hochschulgesetzes zur Disposition, da der günstige Preis und die Verhandlungen mit den Anbietern nur Bestand haben, wenn alle Studierenden das Ticket mit dem Semesterbeitrag erhalten. Viele Studierende nutzen für die Anreise zum Ausbildungsort den ÖPNV, aber auch für Forschungsexpeditionen und Ausflüge mit der Seminargruppe. Dieser Erfolg sollte sich verstetigen und eben nicht durch die Novelle des Hochschulgesetzes ausgehebelt werden. Das Erfolgsprojekt Jobticket zeigt,wie sinnvoll ein solches Instrument sein kann. Die 40.000 Studierenden sollten ihr „erweitertes Jobticket“ auch weiterhin nutzen können.
Deshalb unterstütze ich das Bestreben der Studierendenschaft, den Passus in der Novelle des Sächsischen Hochschulgesetzes zurück zu nehmen, der es ermöglicht, aus der verfassten Studierendenschaft auszutreten. Denn nur so kann gewährleistet werden, dass ein solidarisches Semesterticket für alle von den Verkehrsverbünden angeboten werden kann. Ökologische Nachhaltigkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Generationenaufgabe, sie hört nicht an den Türen der Unigebäude auf und sollte auch die Schranken in den Köpfen der Regierung endlich überwinden.”

Geisteswissenschaften am Standort Dresden halten

Nachdem schon ein Großteil der Professuren der philosophischen Fakultät an der TU Dresden finanziellen Zwängen zum Opfer gefallen ist, will jetzt auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Sonderforschungsbereich 804 „Transzendenz und Gemeinsinn“ nicht länger fördern. Damit werden weitere 50 Stellen wegfallen, was einem Todesstoß für die Geisteswissenschaften am Standort Dresden gleichkommt.

Dazu Kristin Hofmann, Mitglied des Landesvorstandes DIE LINKE Sachsen:
„Damit sich der Plan der Landesregierung, aus der TU Dresden eine rein technische Universität zu machen, nicht schneller als erwartet erfüllt, braucht es den Druck der Öffentlichkeit. DIE LINKE Sachsen solidarisiert sich mit den Beschäftigten des SFB 804 und den Studierenden der Philosophischen Fakultät! Sachsen muss Farbe bekennen und die Geisteswissenschaften aus Landesmitteln fördern, wenn es keine DFG-Mittel mehr gibt.

Entweder deutlich umsteuern oder die Geisteswissenschaft ganz nach Leipzig abgeben – das ist die Frage, die beantwortet werden muss. Unsere Position ist klar: Wir streiten für eine gute, finanziell abgesicherte geisteswissenschaftliche Bildung am Standort Dresden.“