Kein Fußbreit den (tanzenden) Faschisten

Im Dresdner Ball- und Brauhaus Watzke will eine Vernetzung studentischerVerbindungen aus Dresden, die  Gesellschaft zur Förderung Studentischer Kultur” (GFSK) am kommenden Sonnabend, den 27. Oktober, einen sogenannten ersten Dresdener Akademikerball durchführen.

Kristin Hofmann, Mitglied des Landesvorstandes DIE LINKE Sachsen und dort zuständig für Hochschulpolitik, erklärt dazu:
“Ich fordere die Betreiber des Ball- und Brauhauses Watzke, wie viele Initiativen vor mir, dazu auf, die geplante Veranstaltung in ihrem Haus nicht stattfinden zu lassen.
Die GFSK ist nicht irgendeine Gruppierung, sondern besteht aus Verbindungen, die bewusst an eine bestimmte Vergangenheit anknüpfen, deren Bestandteile völkischer Nationalismus, Antisemitismus, Antifeminismus und andere reaktionäre Ideologien sind. Im Verein nehmen das Corps Teutonia und die
Burschenschaft Cheruscia eine zentrale Rolle ein.

Ich kritisiere des Weiteren die Anschauungen im Bezug auf ihr Geschlechterbild. Die meisten studentischen Verbindungen sind reine heterosexuelle Männerbünde, die Frauen und homosexuelle Menschen
diskriminieren und ausschließen. Zwar gibt es mittlerweile auch “Damenverbindungen”, aber auch diese vertreten die gleichen fortschrittsfeindlichen Grundsätze und haben zudem weitaus weniger Rechte
innerhalb des Dachverbandes.

Dieses Treffen ist also mehr als eine bloße Tanzveranstaltung zu Semesterbeginn – diese Art der Tanzkultur ist in anderen Ländern und Orten immer wieder Möglichkeit für ein Stelldichein der radikalen Rechten. In
Dresden sollte es nicht so weit kommen. Ich unterstütze die kritische Arbeit des Studentenrats der TU Dresden rund um das Thema Verbindungen und Burschenschaften.”

 

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